Benimmregeln beim Mailen
Das E-Mail ermöglicht zwar eine lockere Kommunikation, aber es gestattet keine lockeren Umgangsformen. Offensichtlich verursacht die elektronische Kommunikation einen Zustand der Enthemmung. E-Mails haben scheinbar die Eigenschaft die weniger schönen Seiten unser Natur zum Vorschein zu bringen. Wir benehmen uns weniger einfühlsam, dünnhäutiger, hinterhältiger und klatschsüchtiger.
Das E-Mail fördert eine Ungezwungenheit, die völlig Fehl am Platz ist, da es eine Vertrautheit vorgaukelt, die es nicht gibt! Hat man erstmals die E-Mail-Adresse von jemanden erfahren – bewusst gesucht oder rein zufällig – kann man diese Person zu jeder Tages- und Nachtzeit kontaktieren. Früher wäre diese permanente Zugänglichkeit unmöglich gewesen. Heute ist diese Person für uns jederzeit erreichbar und wir vergessen, in welchem Verhältnis wir zu dieser Person stehen. Wir neigen dazu, den Respekt und die Achtung die wir dem E-Mail-Empfänger schuldig sind zu vergessen.
Viele Menschen meinen, das E-Mail hebt alte Benimmregeln auf; nur weil das Medium neu ist, sind die alten Verhaltensregeln ungültig. Das stimmt absolut nicht.
Machen die Sozialen Netzwerke das E-Mail überflüssig?
Immer öfter hat man den Eindruck, dass das E-Mail von den Sozialen Netzwerken verdrängt wird. Viele vergessen die permanente Öffentlichkeit in den Social Media und übersehen, dass unzählige andere Menschen meine eigentlich privat geführte Kommunikation mitverfolgen und belauschen können.
Daher sollten wir immer bedenken: Small Talk und belangloses Tratschen kann und soll auf den Plattformen der sozialen Netzwerken stattfinden. Für vertrauliche Nachrichten sollten wir uns aber wieder dem bereits traditionellen E-Mail zuwenden. Und, wenn es einmal besonders vertraulich – vielleicht sogar intim sein soll – dann erinnere dich wieder an die gute alte Briefpost …
Weiterführende Link:
http://de.wikipedia.org/wiki/E-Mail Das E-Mail