Christsein heute – Gedanken zum Karfreitag

Christlicher Altar
Jesus Christus mit Dornenkrone - Foto: Privatbesitz Johanna W. Holt

Christen sind Menschen, die ihre Auffassungen und ihr Selbstbegreifen von Jesus Christus ableiten. Christen versuchen ihr Leben nach dem Willen Jesus zu gestalten und übernehmen Verantwortung für diese Welt.

Jesus am Kreuz

In Jesus, dem Sohn Gottes erkennen die Christen Gott Vater und und in Jesus ihren “Retter”. Jesus, der am Kreuz genagelt, starb, gibt den Christen die Gewissheit, dass Gott auch all jenen Menschen verzeihen wird, die ihm Ungehorsam waren. Gott wird den Sündern um den Todes Jesus willen verzeihen. Im Kreuz und in der Auferstehung Jesus schließt Gott Frieden mit den Menschen und sie können wieder mit Gott, dem Grund für ihr Dasein und ihre Ziele, in einer Gemeinschaft leben.
Ohne der Liebe Gottes kann der Mensch nicht in Frieden Leben, sie ist ein Geschenk Gottes an die gesamte Menschheit. Die Auferstehung Christi gibt den Toten die Hoffnung selbst wieder vom Tode aufzuerstehen.

In der Kirche

Ein vertrauendes Verhältnis kann zwischen Menschen genauso wenig eingefordert werden, wie das Vertrauen des Menschen in Gott. Daher kommt den christlichen Gotteshäusern eine besondere Rolle zu: In Kirchen wird in Form von Bibellesen und Predigten die Botschaft Gottes verkündet. Die Diakonie und die persönliche Teilnahme am Gottesdienst ist konstitutiv für das Entstehen und die Verkündigung des Glaubens.
Von daher erklärt sich auch die große Bedeutung, die die Bibel für die Christenheit hat. Christus hat keine Bücher geschrieben. Er hat verkündet und gehandelt. Jesus versuchte die Menschen allein mit seinen Taten und seinen guten Beispielen von der allumfassenden Liebe zu überzeugen.

Der einzelne Christ findet sich immer in einer Gemeinschaft von Menschen – der Kirche – vor, die ebenfalls auf das Evangelium hören. Das gemeinsame Leben stärkt den Christen in seinem Glauben, kann aber auch zu Spannungen und Konflikten führen. Die Kirche möchte den Menschen vor individualistischen Fehlentscheidungen und Irrtümern bewahren. Daher soll sich der bekennende Christ um seines eigenen Heiles willen nicht dem Einfluss der Kirsche entziehen. So wünscht es sich zumindest die römisch-katholische, die evangelische und die orthodoxe Kirche.
Die Trennung des einzelnen bedeutet eine Verarmung für die verfasste Kirche und die Gefahr der Isolierung für den einzelnen.

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